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Milton Mountain Tour 2008
Sonntag Morgen 7:30 Uhr: Regen. Prognose: mäßiger Regen über den ganzen Tag. Prima - "dann haben wir den Berg ganz für uns alleine!" dachten sich fast 20 NLPler samt Familien und machten sich unbeirrt von Regen, Nebel und dichter Wolkendecke auf den Weg die jährliche Milton Mountain Tour zu beschreiten. Zunächst ließen wir uns ganz gemütlich mit der Brauneckbahn auf 1500m Höhe kutschieren. Dort stellte Bert den Hintergrund der Milton Mountain Tour und Wyatt Woodsmall, einem NLP-Trainer der ersten Stunde, vor.
Die Milton Mountain Tour geht zurück auf den legendären Hypnotherapeuten Milton H. Erickson, der für seine ungewöhnlichen Coaching-Methoden bekannt war. Eine dieser Methoden war, dass Erickson seine Klienten auf den Squaw Peak, einen Berg in Phoenix, schickte, mit der Aufgabe, seine Ziele während des Aufstiegs im Hinterkopf zu behalten. Auf dem Weg würden einem Parallelen und Lösungswegen zur Lösung des Problems einfallen. Tatsächlich war dies meist der Fall. Wir wurden nun aufgefordert, uns Ziele oder Wünsche zu überlegen, die uns auf der Milton Mountain Tour begleiten sollen.
Praktisch mit den ersten Schritten auf den Berg hörte der Regen langsam aber sicher auf. Der Weg führte uns durch eine schöne, stille, ungewöhnliche Natur. Nebelfelder und Wolken zwischen den Bergen verliehen der Umgebung geradezu etwas mystisches! Der Weg führte uns zunächst stetig den Berg hinauf. Immer wieder riss die dichte Wolkendecke auf und bot kurze Ausblicke ins Tal und auf die Nachbarberge. Nach einigen schmalen Gratwanderungen kam ein etwas steiniger, steilen Anstieg, der uns immer näher an unser nächstes Ziel heranführte: zu unserem Schatz, der bei bestimmten Koordinaten von einem Unbekanntem verstec kt wurde.
Geocaching stand auf dem Programm, dessen Prinzip so einfach wie spannend ist: irgendjemand versteckt irgendwo einen "Schatz" und gibt das Versteck in Form von Koordinaten, die per GPS ermittelt werden können, im Internet bekannt. Meist gehört noch ein kleiner Hinweis dazu. Tausende von solchen Caches sind überall auf der Welt versteckt, einige davon auch auf dem Brauneck. Drei lagen auf unserem Weg, diese wollen wir finden. Bert dirigierte uns bis auf ca. 3 Meter an das Versteck heran - und dann begann die Suche.
Der Hinweis war: es befindet sich innen ein Magnet. Klar, dass es an dem Masten eines Skiliftes versteckt sein muss. Doch wo? Denn der Cache ist nur etwa Fingerkuppen-groß. Zwei unserer Teilnehmer waren sehr schnell fündig, wir anderen suchten noch etwas länger - bis wir ihn dann endlich gefunden haben! Hurra: eine kleine Kapsel mit einem Streifen Papier, auf dem man unterschreiben kann. Leider konnten wir nicht alle ein Autogramm hinterlassen, sonst wäre das Zettelchen voll gewesen.
Weiter gings zum nächsten Versteck - und wir haben sie alle gefunden, auch wenn es manchmal notwendig war, ein bisschen zu klettern! Das Wetter klarte inzwischen - je höher wir hinauf kamen - immer mehr auf und so kamen wir die meiste Strecke relativ trocken, zumindest von oben, voran. An einigen unwegsamen Stellen, bei denen das Klettern und Gehen recht mühsam war und höchste Konzentration erforderte, wurden wir an die Höhen und Tiefen auf dem Weg unserer Zielerreichung erinnert.
Doch es lohnt sich, hartnäckig seine Ziele zu verfolgen, vielleicht mal einen anderen Weg als ursprünglich geplant einzuschlagen und sich nicht durch Hindernisse abbringen zu lassen. Wie auf unserer Tour, die gerade durch das widrige Wetter einen ganz besonderen Charme hatte. Hätte diese Tour bei schönem Wetter stattgefunden, wären wir sicherlich zwischen vielen anderen Menschen gewandert. So hatten wir jedoch den Berg praktisch für uns alleine. Nur ein paar Schafe stellten sich uns in den Wege - neugierig, was diese Wandergruppe hier hinauf geführt hat.
15:30 Uhr: Nach 3 Stunden Wanderung und Stärkung in der Stiealm ging es wieder nach unten. Eine schöne, ruhige Milton Mountain Tour - wir freuen uns schon auf nächstes Jahr mit vielen Mitwanderern!
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